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- Komplimente für Selbsthilfe
MS-Kontaktgruppe informierte mit Vortragsabend / Engagementgelobt
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- (hb) "Viele Leute glauben, wir bemitleiden uns nur selbst - dabei haben wir wirklich Wichtigeres zu tun!" sagt Anja Wrede. Die Weyherin gehört zum Leitungsteam der Multiple Sklerose Kontaktgruppe Syke und Umgebung. Auch sie selbst ist betroffen von der schleichenden Erkrankung des zentralen Nervensystems. Letzte Woche veranstaltete Wredes Gruppe in Riede einen Vortragsabend für MS-Betroffene aus Bremen und Niedersachsen, auf dem alles klar wurde: Die Selbsthilfe steht an erster Stelle
- Eine revolutionäre Botschaft zu verkünden wäre unehrlich" gestand Dr. Peter Haller ein. Der Leiter der neurolo-gischen Klinik de Klinikuns Osnabrück betonte jedoch die Bedeutung der Frühsttherapie bei MS: "Durch neue Erkenntnisse aus der Kernspintomographie können wir jetzt viel früher als noch vor kurzem therapieren", so der Experte. Insbesondere sei eine Reduktion der MS-typischen Krankheitsschübe durch Medikamente ein Erfolg aktueller Forschung. Eines aber war Haller besonders wichtig zu sagen: "Ohne die Selbsthilfegruppen wäre unser Gesundheitssystem nicht zu bezahlen", stellte er ohne Umschweife fest - eine Tatsache, doch ebenso ein schönes Kompliment für die intensive Arbeit der Ver-anstalter. "Wir möchten den an MS Erkranktenzeigen: Ihr seid nicht allein!", sagt Anja Wrede. Und wieder hat sie besseres zu tun, als sich zu bedauern - denn seit der Vortrags-veranstaltung von letzter Woche haben sich neue Betroffene der Kontaktgruppe angeschlossen.
WESER REPORT vom 31.10.2001
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| Dr. Peter Haller aus Osnabrück und Anja Wrede von der MS Kontaktgruppe Syke und Umgebung. |
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- Kein Grund aufzugeben
- MS: Gut besuchte Informationsveranstaltung in Riede
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- Riede (jb) "Es gibt drei goldene Regeln, um die MS besser in den Griff zu bekommen", erläuterte jetzt Dr. Wolfgang Weihe bei einer ganztägigen Vortrags- und Informationsveranstaltung in Riede. Der Neurologe und ausgewiesene Experte für MS trat der großen Angst vieler Menschen entgegen, die von dieser heimtückischen Nervenkrankheit be-troffen sind, oder sich in deren Anfangsstadium befinden. "Es gibt einen schwer ausrottbaren Irrtum, der viel Schaden anrichtet und junge Menschen grundlos in Angst und Schrecken versetzt, nämlich die Behauptung, dass es sich bei MS um eine unheilvolle Krankheit handelt, die unerbittlich in den Rollstuhl führt." Auf Initiative der MS-Kontaktgruppe Syke und Umgebung waren weit über 170 Zuhörer, Betroffene und interessierte Angehörige aus dem gesamten nord-deutschen Raum ins Gasthaus Scholvin-Ortmann gekommen. "Die drei goldenen Regeln", so der renomierte Dr. Weihe in einem Gespräch mit unserer Zeitung, "sagen zum einen aus, die MS ist besser als ihr Ruf. Und zweitens, so seltsam es auch klingt: Die Krankheit verläuft umso gutartiger, je weniger man als Betroffener über diese extreme Lebenssituation nachdenkt. Als dritte These ist sich der Neurologe sicher: "Je mehr die MS von Lebensumständen beeinflusst wird, desto besser bekommt man sie durch eine Lebensänderung in den Griff." Also aufmunternde und sicherlich Mut machende Worte, denn es wiird immer noch viel zu wenig über diese Krankheit aufgeklärt. "Wichtigste Botschaft ist die Stärkung der Abwehrkräfte", fügt Weihe hinzu. "Man muss mit der Krankheit seine Lebensweise ändern, ähnlich wie beim Herzinfakt." Sichtbar schöpften bei dieser Veranstaltung viele Betroffene neuen Mut, ihrer Krankheit entgegen zu treten. An einem Stand der Kontaktgruppe fanden die Gäste außerdem Informationsmaterial in großer Fülle.
KREISZEITUNG vom 09.05.2002
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- Foto K.W. Schmidt
- Frau Weihe, Anja Wrede, Reinhard Ruge,
- Dr. Wolfgang Weihe und Dieter Hollwedel
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| Gehirntraining / MAT |
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- Das Mentale Aktivierungstraining (MAT) wurde von Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Informations-psychologie und Pädagogik an den Universitäten Erlangen, Paderborn und Heidelberg entwickelt. Diese Entwicklung ist auf das Ziel ausgerichtet, die Leistungsfähigkeit von Geist und Gedächtnis maximal zu fördern. Durch MAT werden gezielt die Grundfunktionen unserer Hirnleistungen trainiert. Da-mit wird die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit erhöht. Die Folgen: mehr Konzentrationsvermögen, erhöhte Aufmerksamkeit, raschere Informationsverarbeitung und besseres Gedächtnis.
Ein solches MAT Training machten wir im Herbst 2002 an sechs Abenden je zwei Stunden. Mit unserer MAT-Trainerin Lisa Hemker aus Bremen hatten wir sehr viel Spaß beim Training und die Zeit verging wie im Flug. Sicherlich muss man erst einmal lernen, dass es hier nicht um einen Leistungswettbewerb geht. Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit beim Lösen der Aufgaben. Das "Wie" war entscheidender als das Ergebnis. Wir haben so viel miteinander gelacht und unsere Trainerin Lisa lieb gewonnen. Sie gab uns gute Tips, um sich Dinge besser merken zu können. Das regelmäßige Wiederholen ist natür-lich auch hier wichtig, denn die sechs Doppelstunden alleine machen es nicht. Wir können ein MAT nur empfehlen.
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Infos zu MS:
"Niemals aufgeben"
Multiple Sklerose: Betroffene kamen
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- Riede (jb) Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems, kann Gehirn, Rückenmark und Sehnerv befallen. Die Selbsthilfe ist dabei unverzichtbar und so veranstaltet die MS-Kontaktgruppe Syke alljährlich einen umfangreichen Informationstag im Gasthaus Scholvin-Ortmann in Riede. Zusammen mit Ärzten und Neurologen aus ganz Deutschland wurden von der MS-Kontaktgruppe neue Therapien, medikamente und Erkentnisse vorgestellt, dazu Fragen beantwortet. Etwa 200 MS-Betroffene kamen nach Riede, hatten dabei teilweise lange Anreisewege auf sich genommen. Dr. Michael Kaupisch (Brinkum), der sich seit 25 Jahren mit MS beschäftigt und mit weiteren fünf Neurologen im Landkreis Diepholz zusammen arbeitet, führte durch den Themenkreis und hob hervor: "Die stationäre Diagnostik ist sehr notwendig."mitveranstalter Dr. Kaupisch stellte diese Veranstaltung auch als KontaktInfotag in den Mittelpunkt, damit sich die Erkrankten austauschen konnten. Dr. Dieter Pöhlau von der Kamillus-Klinik in Asbach (Westerwald) stellte in seinem Referat Therapien bei MS und die MS-Symptome vor. Wichtig dabei ist, die Krankheit früh zu erkennen und zu behandeln, denn der bereits entstandene Schaden ist nicht mehr reperabel. Vor allem müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Neue Medikamente helfen dabei oft, die "Notbremse" zu ziehen. Es gibt etwa 130 000 Betroffene in Deutschland, zwischen 20 und 40 Jahre alt. Auftretende Müdigkeit bei MS ist ein Fachgebiet von Dr. Sylvia Kotterba in der "Bergmannsheil"-Klinik Bochum. Sie zeigte Krankheitssymptome auf, die unter anderem mit Taubheitsgefühl, Erschöpfung und Müdigkeit auftreten. Dr. Kotterba: "Es muss festgestellt werden, wie hoch der Entzündungsgrad ist und wo sich der Krankheitsherd befindet." Mit speziell entwickelten Medika-menten können die Erkrankten diese Phasen in den Griff bekommen. Tenor aller Referenten: "Niemals aufgeben".
- Später stellten sich die drei Experten den Fragen der Gäste. Zudem präsentierten sich einige Unternehmen, die auch in der MS-Forschung tätig sind, sowie berufsbegleitende Dienste. Die Bundesanstalt für Arbeit informierte über Arbeitsplätze für Schwerbehinderte. Das Integrations-amt (Hautfürsorgestelle) als begleitende Hilfe im Arbeitsleben war dabei, ebenso Pflegedienste, eine Heilpraktikerin, Neurologie -Praxen und ein Sanitätshaus. Es handelte sich um eine informative Veranstaltung, worüber sich Anja Wrede und Dieter Hollwedel von der Syker Gruppe freuten.
Kreiszeitung vom 16.04.2003
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- Foto: K.W.Schmidt
- stehend v.l.
- Reinhard Ruge, Dieter Hollwedel, Anja Wrede
- sitzend v.l.
- Dr. Michael Kaupisch, Dr. Dieter Pöhlau, Dr. Sylvia Kotterba
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Infoveranstaltung
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- Eine gut gelungene Veranstaltung mit hochqualifizierten Ärzten und Fachausstellern wie die Pharmaunternehmen Aventis, Bayer, biogen idec, Schering und Serono die dies ermöglichten, liegt hinter uns. Weitere Aussteller waren Akzent Wohnen, Trave Domizil, Niels Stensen Haus, Aust Pflegedienst, Buchhandlung Schüttert und das Sanitäts-haus Brandscheidt die das Bild abrundeten und die Interessierten informierten. „Behandlung der Symptome bei MS“ war das Thema von Dr. D. Pöhlau. Es geht darum bei einem definierten Schaden ein möglichst gutes Leben zu führen. Große Bereiche der Symptomtherapie sind im nicht medikamentösen Sektor möglich. Dr. Pöhlau ist Chefarzt der Neurologie der Kamillus-Klink in Asbach. Als akut spezial Klinik behandelt man dort ca. 1.600 MS- Patienten jährlich mit den verschieden Therapien, die er uns aufzeigte. Darunter fielen u.a. die verschiedenen Behandlungsformen bei: Spastik, akutem und chronischem Schmerz und Blasenstörungen. Er sprach immer alle Therapieformen an, die medikametösen, die apparativ unterstützten und die manuellen BeHANDlungen.Nach der Mittagspause überbrachte Frau Prof. Dr. Haas den über 120 Zuhörern die Grüße der DMSG. Sie sprach kurz die Versorgung der chronisch Kranken an, die z.Z. einem Härtetest unterliegt. Sie hofft in Zusammenarbeit mit der DMSG auf die Kostententräger und die Autoritäten einwirken zu können, um die Versorgung der chronisch Kranken auch in Zukunft sicherzustellen.
- Anschließend referierte sie über das Thema Krankheitsbewältigung. Dies bedeutet Auseinandersetzung mit der Diagnose und der Therapie. Jeder Schub muß psychisch und körperlich bewältigt werden. Das fortschreiten der Erkrankung bedeutet immer wieder ein Anpassen an Funktionsstörungen und die psychosozialen Folgen. Gelungene Krankheitsbewältigung ist die Voraussetzung für die bestmögliche Lebensqualität. Ablehnung der Krankheit hingegen verhindert jede Therapie und die Lebensqualität ist massiv beeinträchtigt, sagt Frau Haas. Sie sprach an wie wichtig es ist, sich schon bei Diagnosestellung die Zeit für den Patienten zu nehmen um ausfühliche Gespräche mit ihm zu führen und ihn über die MS und deren Behandlung zu informieren. Anschließend wurden die Fragen der Zuhörer von dem Expertengremium beantwortet. Besonders gefreut hat uns auch, daß wir neben vielen anderen Fachbüchern das Buch "Multiple Sklerose: Symptome aktiv lindern" vier Tage vor dem offiziellen Erscheinungsdatum anbieten konnten.
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| Dr. M. Kaupisch, Prof. Dr. J. Haas, Dr. D. Pöhlau standen am 24.04.2004 den Zuhörern für Fragen zur Verfügung.
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