gewesene veranstaltungen
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Auf die Rampe, fertig, los

15 Rollstuhlfahrer und deren Angehörige beim Mobilitätstraining in der Sporthalle der KGS Kirchweyhe

VON KLAUS BÖRSCH

Weyhe-Kirchweyhe. Immer wieder stehen Rollstuhlfahrer im Alltag vor scheinbar unüberwindlichen Hindernissen. Schon eine kleine Rampe mit einer zwei Zentimeter dicken Vorderkante kann die Fahrt beenden, wenn die nötige An- und Auffahrtechnik nicht beherrscht wird. „Das Erlernen des Umgangs mit dem Rollstuhl als Hilfsmittel kommt meist zu kurz“, meinen Anja Wrede und Dieter Hollwedel von der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose in Syke. Auch weil Klinikaufenthalte und Reha-Maßnahmen aus Kostengründen immer kürzer ausfielen.Um ein wenig Abhilfe zu schaffen, luden sie am Sonnabend zu einem sechsstündigen Fahrtraining in die Sporthalle

der KGS Kirchweyhe ein. Fünfzehn Rollstuhlfahrer und eine Gruppe von Angehörigen konnte der Delmenhorster Sportlehrer für Rehabilitation, Stefan Spula, zu seinem Mobilitätstraining begrüßen. „Wir wollen am Ende des Trainings diese Rampe rauf- und runterfahren können“, nannte Spula gleich zu Beginn seine Zielvorstellung. Zunächst demonstrierte er die sichere Hand-haltung am Greifrad des Rollstuhlhinterrades. Abschauen, nachmachen und üben lautete dann die Devise für das Starten, Fahren, Lenken und Bremsen. In lockerer Atmosphäre konnten Richtungsänderungen des Gefährtes durch Verlagerung des Rumpfes geübt werden. Eine Slalomstrecke verstärkte das Kurvengefühl der Teilnehmer.
Wie Nicole Knapikowski aus Schwarme, die erst seit Kurzem mit dem Rollstuhl umgeht,fühlten sich schon zur ersten Pause etliche Teilnehmer sehr viel vertrauter mit ihrem Rollstuhl als vorher. Der erfahrene Rollstuhlfahrer Dieter Hollwedel weiß: „Ein Rollstuhlfahrer ist nur mobil, wenn er auch kippen kann.“ Diese Technik des Hochkippens der Vorderräder, um über eine Kante zu kommen, sei eine unabdingbare Voraussetzung zur Bewältigung alltäglicher Hindernisse. Sportlehrer Stefan Spula legte dann auch einen Schwerpunkt auf das Erlernen eben dieser entscheidenden Fahrfertigkeit, die gleichzeitig das Körpergefühl für den Rollstuhl und seiner Balance intensiviert. Das sonnige Wetter lockte die Trainingsgruppe auch auf das Außengelände der Sporthalle. Hier sollten alle die neugewonnenen Fahrsicherheiten auf unebenem Pflaster ausprobieren. „Denn draußen ist die Realität“, unterstrich Sportlehrer Spula die Notwendigkeit dieser Übungseinheit. Auch die Angehörigen der Rollifahrer hatten ihren Part zu lernen. Wie kippe ich das Gerät richtig auf die Hinterräder, um Treppen zu überwinden? Durch welche Körperhaltung in welcher Situation kann mir mein zu schiebender Angehöriger meine Aufgabe erleichtern? Auch eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten am Rollstuhl führte Spula vor. Ebenso erklärte er die Probleme mit zu schwach oder ungleichmäßig stark aufgepumpten Reifen und einer unsicheren Steuerung. Hollwedel und Wrede raten vor der Anschaffung eines Rollstuhls zu einer genauen Bedarfsanalyse. „Was möchte ich mit dem Gerät machen? Fahre ich selber oder muss ich überwiegend geschoben werden – danach sollte beispielsweise die Größe der Vorderräder ausgewählt werden.“ Außerdem müsse der Rollstuhl der Körperstatur des Nutzers angepasst sein.
Quelle: Weser Kurier 27.09.11
Beim Fahrtraining für Rollstuhlfahrer nimmt Dieter Hollwedel (l.) die Rampe ins Visier. Direkt dahinter folgt ihm Reha-Sportlehrer Stefan Spula.
FOTO:UDO MEISSNER
Ist die erste Tablette zur Behandlung von MS wirklich das zuverlässige Heilmittel? Info-Veranstaltung der MS-Gruppe Syke in Riede mit Fragen und Antworten von Experten.
neurologischen Klinik der MHH Hannover und Prof. Dr. Kastrup, Direktor der Kliniken für Neurologie im Klinikum Bremen-Mitte/ Bremen-Ost zum größten Teil beantwortet wurden. Dr. Kastrup hatte bereits anfangs festgestellt, „es sind sehr schwierige Fragen eingereicht worden, aber Dr. Trebst und ich konnten auch die eine oder andere Antwort in Fachbüchern finden oder mit Kollegen besprechen.“ Seit März 2011 hat die erste Tablette zur Behandlung der Multiplen Sklerose die Zulassung für den europäischen Markt erhalten. Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben für das erste orale Multiple-Sklerose-Medikament. Die Zulassung sei für die Therapie von hochaktiver, schubförmiger MS als Zweitlinien-therapie nach einer Behandlung mit Interferon-Beta oder bei Patienten mit einer rasch fortschreitenden Form der Erkrankung erteilt worden. Aber zu dieser Therapie sind Vortherapien erforderlich, denn diese hochwirksamen Tabletten beinhalten auch hochgradige Nebenwirkungen, zum Beispiel auf Augen oder Leber. Für die infrage kommenden Patienten bestehen dazu weitere Richtlinien, um in den Genuss dieser Therapie zu kommen. Hier sollten sich die Patienten sehr genau von ihren Ärzten beraten lassen, wurde empfohlen. Unter den Fragen befand sich auch das Thema der übertragbaren Borreliose von Zecken.
Aufmerksam beteiligten sich die Betroffenen und ihre Angehörigen mit zahlreichen Fragen zu ihren Krankheitssymptomen – von links: Dr. Corinna Trebst, Prof. Dr. Andreas Kastrup, Anja Wrede, Bianka Schaak, Andrea Zahn und Dieter Hollwedel. Foto: Joachim Behr
Allgemein wurden weitere Fragen von Symptomen der Multip- len Sklerose beantwortet. Diese sind sehr vielfältig, viele Menschen setzen die MS immer mit dem Verlust der Gehfähigkeit gleich, aber die beiden Spezialisten erklärten dazu, dieses muss gar nicht passieren. Es gibt viele Symptome, die gar nicht sichtbar sind, wie etwa die abnorme Müdigkeit oder das Tabuthema Blasenentleerungsstörungen sowie Missemp- findungen und Sehstörungen. Diese sichtbaren und nichtsicht- baren Symptome sind auch Hauptthema am diesjährigen „Welt-MS-Tag“ am 25. Mai. Alternative Behandlungsmetho- den standen zur Frage, hier steht die Einnahme von Vitamin D im Vordergrund. Dabei wiesen Dr. Trebst und Prof. Dr. Kastrup auf das Nutzen-Risiko-Verhältnis hin und betonten ausdrücklich, „mit den hochwirksamen MS-Medikamenten werden auch immer Nebenwirkungen eingekauft.“

Quelle: Kreiszeitung 07.05.2011

Riede jb. Über sechzig Teilnehmer aus dem Umkreis von etwa 50 Kilometer fanden sich am Mittwochabend im Saal des Gasthauses Scholvin-Ortmann in Riede ein, um an der Info-Veranstaltung der Multiple Sklerose-Gruppe Syke und Umgebung teilnehmen. Sie wurden von Gruppenleiterin Anja Wrede herzlich begrüßt. Die beiden Gruppenmitglieder Andrea Zahn und Bianka Schaak unterstützten die Gruppenleitung, betreuten an dem Infostand die zahlreichen Betroffenen und ihre Angehörigen mit Schriften zu aktuellen Themen. Das Motto „Patienten fragen, Experten antworten“ wurde gerne von den Betroffenen angenommen, sie konnten bereits im Vorfeld ihre Fragen bei der MS-Gruppe Syke einreichen, die an diesem Abend von Dr. Corinna Trebst, geschäftsführende Oberärztin in der
Erste Hilfe Ausbildung

In der Zeit vom 17.02. bis 03.03.2011 haben wir an vier verschiedenen Tagen mit jeweils drei Stunden eine Erste Hilfe Ausbildung gemacht. Wir hatten trotz des ernsten Themas viel Spaß und haben mit großem Intresse die Ausführungen der DRK Kursleiterinnin Anke Häger und Elke Hägedorn verfolgt. Zu den meisten Themen wurden jeweils Fallbeispiele aus dem Alltag gegeben und auf potentielle Gefahrenquellen hingewiesen. Dieser Kurs machte nicht nur alle Teilnehmer sicherer im Umgang mit Situationen, in denen Erste Hilfe erforderlich ist, sondern zeigt auch, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ebenfalls eine Erste Hilfe Ausbildung absolvieren können. Uns wurde bewusst, wie wichtig dieses neu erworbene Wissen ist und das leider zu wenig Menschen regelmäßig einen Kurs belegen. Alle Teilnehmer waren sich am Ende des Kurses einig, " wir wiederholen den Kurs in zwei Jahren und gerne mit den beiden netten Trainerin."

"Es wird auch gelacht"

MS-Gruppe besteht seit 25 Jahren / Hilfe bei tückischer Krankheit

Riede/Syke (jb) Am Sonntag feierte die MS- Gruppe Syke und Umgebung mit rund 60 Betroffenen und Gästen ihr 25-jähriges Jubiläum im Gasthaus Scholvin-Ortmann in Riede.
Kontaktgruppenleiterin Anja Wrede durfte dabei auch ganz besonders den 1. Vorsitzenden des niedersächsischen Landesverbandes der DMSG, Oberfinanzpräsident a.D. Dr. Gerhard Zeller begrüßen. Des Weiteren weilte der Neurologe Dr. Kaupisch mit seinem Praxis-team unter den Anwesenden. Die Leiterin dankte neben zahlreichen Sponsoren der Tombola besonders auch der Kreisspar- kasse Syke und der Firma Bayer für ihre Unterstützung.
Kurz zur Chronik: Es war ein langer beschwer-licher Weg, die "Multiple Sklerose Gruppe Syke und Umgebung" zu einer Selbsthilfe-gruppe von Betroffenen dieser tückischen Krankheit zu formen. Aus Mitgliedern des nördlichen Land´kreises Diepholz bis in den Bereich der SamtgemeindeThedinghausen und darüber hinaus haben die Mitglieder eine Gemeinschaft gebildet, die direkt oder indirekt von Multiple Sklerose betroffen sind.

Nach einem Aufruf von Helga Schöfer in der Kreiszeitung am 2. November 1985 zum Treffen von MS-Kranken und Angehörigen, folgte kurz darauf das erste Treffen von sieben Erkrankten im ev. Gemeindehaus Syke. Ärzte wiesen

Anlässlich einer großen Informationsveran-staltung mit 170 Teilnehmern im Jahre 2000 bei Scholvin-Ortmann in Riede wurde der Gruppen-name in MS-Gruppe Syke und Umgebung" geändert und ein offizielles Logo vorgestellt. Ein Jahr später wurden Anja Wrede und Dieter Hollwedel als Gruppenleitung be- stätigt. 2005 entstand ein bislang einmaliges Pilotprojekt ein behinderter Gebäudekomplex in Stuhr in der Weyher Straße. Initiiert als Gemeinschaftsvorhaben von Anja Wrede (MS- Gruppe), Volker Twachtmann (Immobilien-gesellschaft) und Ralf Fredecker (Architekt).

Anja Wrede dankte am Sonntag auch allen, die von 1985 an dazu beitrugen, "dass wir heute unser Jubiläum feiern können, 1985 war ein guter Jahrgang." Dr. Zeller würdigte das große herausragende Engagement der Leiterin, richtete herzliche Worte des Landes- und Bundesverbandes aus und bat, "die MS-Gruppe hat durch Anja Wrede ein Gesicht bekommen, halten Sie uns die Treue."

Eine Tombola mit 150 attraktiven Preisen, eine große Bilderpräsentation und das gemeinsame Mittagessen rundeten einen herrlichen Tag in dankbarer Atmosphäre ab.

Kreiszeitung, 23.11.2010
von Joachim Behr
Dr. Gerhard Zeller zeichnete Anja Wrede mit Urkunde und silberner Ehrennadelaus, auch Dieter Hollwedel gratulierte (v. l.)
Foto: Joachim Behr
ihre Patienten auf die neue Kontaktgruppe der DMSG hin. Auch dadurch fanden viele den Weg in die Gruppe, tauschen Erfahrungen aus und informieren sich stetig weiter.
"Es wird aber auch viel gelacht, wir genießen das gemütliche Beisammensein", erklärt überzeugend und unisono die MS-Gruppe. Die seit vielen Jahren sehr engagierte Kontaktgrup-penleiterin Anja Wrede organisierte 1996 in Weyhe ein Treffen in den Abendstunden, mit dem Ziel, dass auch Berufstätige oder Betroffene mit kleinen Kindern an den Treffen teilnehmen können.
Hilfsmittel - Präsentation
An diesem sonnigen Samstagmorgen informierten sich alle Interessierten, die der Einladung der MS Gruppe Syke und Umgebung und dem Sanitätshaus Hegro GmbH, bei einem gemütlichen Frühstück im Restaurant RiBecca in Weyhe.

Verschiedene Hilfsmittel wurden vorgestellt und es gabe für alle Teilnehmer die Gelegenheit sich ausführlich beraten zu lassen oder diverses Informationsmaterial mitzunehmen.

Zum einen ging es an diesem Morgen um die Hilfsmittel selbst, die den Patienten möglichst lange in die Lage versetzen sollen, Ihren Alltag selbst zu meistern und zum anderen um die Antragstellung, Begutachtung und allgemeine Verfahrensweisen.

Bald neue Medikamente
Infotag für MS-Kranke mit
überzeugenden Referenten
Landkreis (nie) Die gute Nachricht für an Multiple Sklerose erkrankte Menschen brachte gestern zur zehnten Informations-veranstaltung der MS-Gruppe Syke und Umgebung im Gasthaus Meyerhof in Heiligenrode Dr. Jan Thöne, Assistenzarzt der Neurologischen Klinik der Ruhr Universität Bochum, mit. Er signalisierte in seinem Referat, dass neue Medikamente, unter anderem in Tablettenform, voraussichtlich in den Jahren 2011/12 auf den Markt kommen.
Etablierte Medikamente werden unter die Haut gespritzt. Ziel ist es, durch die neuen, oral einzunehmenden Medikamente, die Schübe bei den Erkrankten um einiges zu reduzieren. Der Arzt sagte, dass Medikamente kommen würden, die intravenöse verabreicht werden.
In seinen Ausführungen verhehlte er nicht, dass auch die neuen Medikamente behaftet sein werden mit Nebenwirkungen, die einen weniger, die anderen zu viel. Die neuen Substanzen, so der Referent, werden sich etablieren, aber die bisher etablierten werden deshalb nicht vom Markt verschwinden. Mit Professor Dr. Bernd Tomandl, Direktor der Klinik für Neuroradiologie an den Kliniken der Gesundheit Nord Bremen, und Dr. Matthias Winkelmüller aus Hannover, Facharzt für Neuro-chirurgie, hatten das Leitungsteam der MS-Gruppe Syke und Umgebung, Anja Wrede und Dieter Hollwedel, zwei weitere Experten auf ihrem Gebiet eingeladen. Der Bremer Klinikchef gab in seinem Vortrag einleuchtende Antworten zur Frage "Welche Aussage haben meine MRT-Bilder", während der Gast aus Hannover über den viele Menschen plagenden Schmerz Trigeminusneuralgie referierte. Der Facharzt bezeichnete diesen Schmerz als den
Dr. Matthias Winkelmüller, Dieter Hollwedel, Anja Wrede und Dr. Jan Thöne
Foto: Niederheide
schlimmsten überhaupt. Die Betroffenen seien bis zur endgültigen Diagnose einer Irrfahrt zu vielen Ärzten ausgesetzt. "Die Nerven spielen verrückt, der Schmerz schießt blitzartig ein."
Den Referaten folgten jeweils eine Reihe von Fragen der rund 80 Frauen und Männer, die aus dem Raum Hamburg, hannover und der Region zu dieser Informationsveranstaltung gekommen waren. Anja Wrede: " Diese veranstaltung dient der Information und dem Austausch". Dazu trug auch eine Ausstellung bei.
Kreiszeitung 09.05.2010
Flut von Fragen an MS-Experten

Vielzahl von Erkrankten bei Informationsveranstaltung in Riede

Riede/Syke (bj) Zu einer Informations-veranstaltung unter dem Motto "Patienten fragen - Experten antworten" hatte die Multiple Sklerose Gruppe Syke und Umgebung ins Gasthaus Scholvin-Ortmann in Riede eingeladen.
Rund hundert Betroffene, zum Teil mit Ihren Angehörigen, hatten die weiten Wege nach Riede nicht gescheut. Sie waren aus Siedenburg, Bassum, Drentwede, Zeven, Oyten, Walsrode, Gandersbergen und anderen Orten gekommen, um mit den Experten Dr. Sven Schippling, Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf und Prof. Dr. Martin Stangel, Medizinische Hochschule Hannover, zu sprechen.
Kontaktgruppenleiterin Anja Wrede freute sich sehr über das große Interesse der Betroffenen und leitete in die Gesprächsrunde über. Schon vor ab war eine Flut von Fragen bei der MS-Gruppe von Patienten eingegangen, die die beiden Ärzte beantworteten. So tauchte z. B. die Frage auf, "Was ist bei Schwangerschaft
und MS zu beachten?" Da hieß es, die Geburt sei meistens unproblematisch und Kinder seien nur einem minimal erhöhten Risiko ausgesetzt, an MS zu erkranken.
Die Schubrate kann nach der Entbindung kurzzeitig erhöht sein. Eine weitere Frage lautete:"Wie wird eine Sehnerventzündung diagnostiziert?" Dr. Schippling: "Da gibt es unter anderm die Möglichkeiten einer MRT mit Darstellung der Sehnerven oder der Nervenwasseruntersuchung. Behandelt werden kann diese Entzündung mit Kortison als intravenöse Hochdosis oder per Blutwäsche."
Über zwei Stunden stellten sich die Experten den Fragen und konnten so nicht nur informieren, sondern den Betroffenen auch Mut zusprechen. Auch einige Infostände der Pharmaindustrie präsentierten die neuesten Schriften und Erkenntnisse der Firmen über das weit verzweigte und gefürchtete Krankheitsbild Multiple Sklerose.

Kreiszeitung, 28.04.2009

Prof. Dr. Stangel, Anja Wrede, Dr. Schippling und Dieter Hollwedel

Bild: J. Behr
MS und Wechseljahre
Fazit: Das Thema MS und Wechseljahre scheint die Forschung, die Literatur und viele männliche Neuro-logen bzw. männliche Gynäkologen nicht wirklich zu interessieren, oder warum gibt es keine wissenschaft-lichen Arbeiten darüber? Aber jetzt wurde der erste Schritt mit der Neurologin Frau Dr. Steck gemacht. Und ich hoffe, es werden noch viele Schritte folgen.

Es scheint so, das viele Symptome der MS sich mit den Beschwerden der Wechseljahre vermischen, so dass es für betroffene Frauen nicht immer klar sein wird, was was ist. Aber viele von MS betroffene Frauen haben im Laufe der Zeit lernen können bzw. müssen, sich mit ihrem Körper besser auseinander zu setzen und vielleicht ist es gerade diese Auseinandersetzung, die diese Frauen besser durch die Wechseljahre kommen lässt. Allerdings kann ich beobachten, dass in den Wechseljahren sich die MS-Syptome bei vielen Frauen mit MS verschlechtern. Hier wäre es für mich interessant zu wissen, welchen Einfluß die Wechseljahre auf die MS hat.

So lautet mein Motto weiter: "Das tun, was mir gut tut! Und ich prüfe alles und wähle das Beste für mich.!"

Autor: Manuela Schmidt

Haus Lohmann, Stuhr-Brinkum
Die MS Gruppe Syke und Umgebung organisierte den 1. Vortrag über das Thema "MS und Wechseljahre" in unserer Region.

Am Samstag, den 11.10.2008 um 15.00 Uhr fanden sich 10 Frauen bei einem sonnigen Herbsttag in einem wunderschönen Fach- werkhaus, dem Lohmann Haus in Brinkum, ein. Frau Dr. Iris Steck arbeitete sich mit Hilfe eines Gynäkologen in das Thema ein, um uns dann das Thema MS und Wechseljahre bei Kaffee und Kuchen in lockerer Atmosphäre näher zu bringen.

Hilfe bei tückischer Krankheit

Vorträge der Multiple Sklerose-Gruppe zum Thema "Heilen"

Syke/Riede (jb) Eine Gemeinschaft, die keinen Betroffenen im Stich lässt und eine Selbsthilfegruppe, die von Anja Wrede und Dieter Hollwedel mit großem Engagement geleitet wird - das ist die seit 25 Jahren bestehende Multiple Sklerose-Gruppe Syke und Umgebung.
Jährliche Vorträge zur tückischen Krankheit, aber auch andere gemeinsame Unternehmungen und monatliche Gruppen-treffen zeigen die vielfältigen Aktivitäten auf, MS-Kranken zu helfen, ihnen beizustehen in ihren zum Teil starken Behinderungen von Bewegungsabläufen. Zu einem Vortragsnachmittag zum Thema "Heilen" hatte die Gruppe jetzt im Gasthaus Scholvin-Ortmann in Riede zwei renom-mierte Referentinnen eingeladen - die anerkannte Heilerin Hilde Hensel aus Diepholz sowie Dr. Dagmar Berg aus Köln.
Dr. Berg hatte im Verlauf ihrer Tätigkeit festgestellt, wie allein gelassen Menschen sich fühlen, wenn bei ihnen die schwer-wiegende Diagnose MS festgestellt wird und stellte den Betroffenen Bedingungen im Leben vor, die eine Frustration hervorrufen, darunter unter anderem Unsicherheit, Furcht, zu große Verantwortung, Kummer und Sorgen mit der gleichzeitigen Frage "Wie können wir gesund werden?" Mit dem
geistigen Heilen befasste sich die Diepholzerin Hilde Hensel, sie ist anerkannte Heilerin, aktiviert Selbstheilungskräfte als Ergänzung zur Schulmedizin, um die Heilung von Krankheiten und  Beschwerden zu beschleunigen und Schmerzen zu lindern. Aufmerksam verfolgten die MS-Betroffenen die aufschlussreichen Informationen der Referentinnen, auch ein Info-Stand der MS-Gruppe bot reichhaltiges Material an.
Quelle: Kreiszeitung 16.04.2008
Foto: Behr
Niemals aufgeben wollen auch Hilde Hensel, Dieter Hollwedel, Dr. Dagmar Berg und Anja Wrede. Sie stellen sich engagiert in den Dienst der MS-Betroffenen.
Motto der MS-Gruppe: "Niemals aufgeben"

Informationsveranstaltung der Kontaktgruppe in Riede / Patientenverfügungen aktualisieren

RIEDE (jb) "Niemals aufgeben" heißt das Motto der Multiple Sklerose Gruppe Syke und Umgebung und so hieß es auch vor gut hundert Zuhörern aus der näheren und ferneren Umgebung im Gasthaus Scholvin-Ortmann.

Die MS-Gruppe, geleitet von Anja Wrede und Dieter Hollwedel, hatte zu einer Informationsveranstaltung alle eingeladen, die sich über die wichtigen Themen der Vorsorgevollmacht und der Patienten-verfügung informieren wollten. Der Tenor: Schließlich müsse man auch solch ungeliebte Themen den Leuten näher bringen.

Dafür hatte die MS-Gruppe zwei kompe- tente Fachleute eingeladen, den Rechts- anwalt Dr. jur. Jens Hornauer aus Weyhe sowie den Oberarzt im Klinikum Bremen-Mitte, Dr. med. Markus Ebke. Besonders bestach an diesem Abend der Jurist durch präzise Ausführungen und Antworten, da ihm von zahlreichen gut vorbereiteten Besuchern gezielt Fragen gestellt wurden.

Dr. Hornauer stellte die wichtigen Eckpunkte vor und kam so schnell zum Dialog mit den Gästen.
Diese angesprochene Vollmacht gliedert sich in drei Unterpunkte, nämlich die Patientenverfügung, die Vollmacht in persönlichen Angelegenheiten und die Vollmacht in finanziellen Angelegen- heiten. "Sehr wichtig" betonte Dr. Hornauer, "ist es, die Unterschrift jährlich zu erneuern, um kenntlich zu machen, dass die Vollmacht immer noch aktuell ist."
Der später eingetroffene Dr. Markus Ebke berichtete über seine Erfahrungen bei Patientenverfügung, die oft nicht eindeutig festgelegt sind, "aber in letzter Instanz entscheidet im Falle des nahenden Todes oder einer schweren Dauerschädigung dann der Arzt."

Angesichts des großen Interesses wird die MS-Gruppe auch weiterhin Veranstaltungen dieser Art anbieten.

Quelle: KREISZEITUNG 23.10.07

Anja Wrede und Dieter Hollwedel (rechts) von der MS Kontaktgruppe mit Gast-Referent Dr. Hornauer
Foto: Joachim Behr
Sommerfest 2007 in Heiligenrode
Auch in diesem Jahr hat das Wetter zu unserem Sommerfest wieder mitgespielt. Gegen 17.00 Uhr haben wir uns, alle ausgerüstet mit Salaten, Soßen usw., bei Elke und Wolfgang eingefunden. Alles war wieder liebevoll vorbereitet, es stand ein großer Pavillon auf dem Hof, die Tische waren eingedeckt und die Getränke kaltgestellt.
Die Grillmeister Gemeinsames Essen
© Anja Wrede
© Anja Wrede
Konspirative Sitzung
Männergespräche
Es dauert nicht lange und unsere beiden "Grillmeister" bereiteten die Grills und sich selber vor. Die mitgebrachten Salate und Süßspeisen wurden als Buffet aufgebaut, das Brot wurde aufgeschnitten und die Kinder nahmen den Garten in Beschlag. Nach dem Essen fassten alle mit an, um wieder Ordnung auf den Tischen und in der Küche zu schaffen. Anscließend wurde Kaffee gekocht und für den Nachtisch gesorgt. Es war wieder ein gelungenes Sommerfest mit gutem Essen, guten Gesprächen und viel Spaß.
© Anja Wrede © Anja Wrede