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MRT nun auch mit Herzschrittmacher möglich

05.08.2011 - Magnetresonanztomografie (MRT), die seit Ende der 80er Jahre auch in der Multiple-Sklerose-Diagnostik zum Einsatz kommt, wurde erstmals bei Patienten mit implantiertem Herzschrittmachersystem ermöglicht.

Premiere am Frankfurter Uniklinikum durch Kooperation des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Kardiologie. Denn bislang war eine MRT-Untersuchung, auch Kernspintomografie genannt, für Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen, nicht möglich, da Magnetfelder des MRT-Gerätes den Herzschrittmacher beeinflussen und die Sicherheit des Patienten gefährden konnten.

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GBA lehnt Behandlung der Fatigue mit Amantadin ab

27.06.2011 - Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen das symptomatische Mittel bei Multiple-Sklerose-Patienten nicht mehr. Zugelassen ist es weiter bei Parkinson und prophylaktisch gegen Virengrippe.

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Freie Fahrt für MS-Erkrankte mit schweren Behinderungen

22.06.2011 Ab dem 1. September 2011 können Schwerbehinderte kostenlos in allen Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn reisen. Dazu benötigen sie den grün-roten Schwerbehindertenausweis sowie ein Beiblatt des Versorgungsamtes mit einer gültigen Wertmarke, ließ die Bahn am Dienstag in Berlin verlauten.

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Heilmittel-Richtlinien erleichtert

20.06.2011 - Ab 1. Juli 2011 wird die langfristige Verordnung von therapeutischen Behandlungen einfacher. Dazu zählen Krankengymnastik und andere Therapiemaßnahmen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Richtlinien zur Verordnung von Heilmitteln geändert. Die langfristige ärztliche Verordnung von Therapiemaßnahmen wird für Schwerbehinderte und chronisch Kranke erheblich erleichtert. Ärzte müssen nun keine Regressforderungen mehr befürchten, wenn sie ihr Behandlungsbudget überschreiten. Die neue Regelung soll ab 1.7.2011 in Kraft treten.

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Lösen Impfungen Multiple Sklerose aus?

13.05.2011 - Das Paul-Ehrlich-Institut ist dieser Frage in Meta-Analysen nachgegangen und kommen zu dem Schluss, dass kein Zusammenhang zwischen Impfen und MS besteht.

Gerade die Hepatitis-B-Impfung steht in dem schlechten Ruf, MS-Schübe oder gar die Krankheit MS .........

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Bluttest zur Risiko-Einschätzung von Tysabri

10.05.2011 - Das KKNMS nimmt Stellung zum Nachweis von Anti-JCV-Antikörpern im Blut zur PML-Risikoabschätzung bei Therapie mit Natalizumab.

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Multiple Sklerose: Gen-Test könnte zukünftig bessere Prognose für Therapieeffekt von Interferon-beta ermöglichen

13.04.2011 Frühzeitig die passende Therapieentscheidung treffen: Forscher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) entdeckten drei Risiko-Gene, die Antikörperbildung und damit Wirkverlust der Interferontherapie begünstigen-demnach könnte künftig die Identifizierung eines bestimmten Genotyps schon vor Therapiebeginn eine Einschätzung erlauben, ob die Behandlung mit Interferon-beta im individuellen Fall sinnvoll ist.

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Treppensteighilfen keine Kassenleistung mehr

06.04.2011 - Das Bundessozialgericht weist die Klage einer Multiple-Sklerose-betroffenen Frau zurück. - Sieht so die Teilhabe am sozialen Leben aus?

Eine elektrisch betriebene Treppensteighilfe für Rollstuhlfahrer – Scalamobil – ist kein Hilfsmittel, das von der Krankenkasse zu bezahlen ist. Dies hat das Bundessozialgericht am 7.10.2010 entschieden (Aktenzeichen: B 3 KR 13/09 R).

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Tablette gegen Multiple Sklerose erhält Zulassung
für den europäischen Markt

21.03.2011 Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben für Fingolimod als orales Multiple-Sklerose-Medikament. Die Zulassung sei für die Therapie von hochaktiver, schubförmiger MS als Zweitlinientherapie nach einer Behandlung mit Interferon-Beta oder bei Patienten mit einer rasch fortschreitenden Form der Erkrankung erteilt worden, teilte der Pharmakonzern am Montag mit.

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50 Prozent profitieren von Sativex

07.03.2011 - Dies ergab eine aktuelle Studie zu dem Cannabinoid gegen Spastik bei Multipler Sklerose.

Ein europäisches Forscherteam hat nun die Phase-III-Daten zu Sativex bekannt gegeben. Vergangenes Jahr noch hatte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sich für den Einsatz dieser Wirkstoffgruppe in Deutschland stark gemacht (amsel.de hatte berichtet). Bis heute ist sie nicht zugelassen.

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Vitamin D senkt MS-Risiko

10.02.2011 - Erneut belegt eine Studie die vorteilhafte Wirkung des Provitamins. Australische Forscher zeigen, dass Sonne und Vitamin D vor MS schützen können. Zu viel UV-Licht ist jedoch gefährlich.

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Warum Frauen häufiger MS-Gene tragen

02.02.2011 - Allein die Tatsache, dass rund doppelt so viele Frauen wie Männer mit MS diagnostiziert werden, spricht für einen genetischen Faktor der Krankheit. Ein britisch-kanadisches Forscherteam bringt etwas Licht ins genetische Dunkel.

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Was beeinflusst das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken? ECTRIMS–Komitee thematisiert mögliche Ursachen

09.12.2010 Umweltbedingungen, Vitamin D-Mangel, genetische Vorbelastungen: Mit den Wechselwirkungen von Risikofaktoren der Multiplen Sklerose beschäftigt sich der dritte Teil der Serie zur ECTRIMS-Jahrestagung (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis).

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Raus mit uns an die frische Luft!

10.11.2010 - Vitamin-D-Level und Multiple Sklerose stehen in Zusammenhang, wie eine aktuelle Studie erneut belegt. Die beste und angenehmste Weise, Vitamin D zu tanken, ist Sonnenlicht. Gerade im Winter haben wir es nötig.

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Meistern ihr Schicksal: Jutta Hohnhorst (v.l.), Anja Wrede, Dieter Hollwedel und Bianka Schaak.
Foto: Udo Meissner
Die niemals aufgeben

Multiple-Sklerose-Gruppe Syke und Umgebung feiert in diesem Herbst ihren 25. Geburtstag

Von Jörn Dirk Zweibrock

Landkreis Diepholz. Wie Stromkabel isoliert sind, sind auch die menschlichen Nervenbahnen isoliert. Bei der Multiplen Sklerose, kurz MS, werden diese Isolierschichten beschädigt. So lässt sich das Krankheitsbild in einfache Worte fassen. "Das führt dann zu Kurzschlüssen", sagen die Mitglieder der Multiple-Sklerose-Gruppe Syke und Umgebung schmunzelnd. Ja, in dieser Interessen-gemeinschaft von Betroffenen und ihren Angehörigen wird viel gelacht, sich auch mal selbst auf die Schippe genommen. Trotz ihres Schicksals geben die an MS erkrankten Nordkreisler niemals auf. So lautet auch ihr Credo.

Ihren 25. Geburtstag feiert die Gruppe am 21. November bei Scholvin-Ortmann in Riede. Jedoch nicht, ohne zwei konkrete Forderungen an Politik und Arbeitgeber zu richten: Bezahlbaren barrierefreien Wohnraum in den Innenstädten sowie Jobs für an MS erkrankte Menschen. Rund 50 Mitglieder, überwiegend Frauen, zählt die im Herbst 1985 im evangelischen Gemeindehaus in Syke gegründete Gruppe. Das Einzugsgebiet reicht von der Gemeinde Stuhr im Norden bis Twistringen im Süden. Seit vielen Jahren bilden Anja Wrede und Dieter Hollwedel nun schon das Leitungsteam. "Im Mai 1994 habe ich die Diagnose bekommen, ein paar Wochen später war ich schon in der Gruppe", erzählt Anja Wrede. Sehstörungen seien bei ihr damals der Vorbote der Krankheit gewesen - wie Gleichgewichtsstörungen, Antriebs-losigkeit, Konzentrationsstörungen und motorische Störungen typische Krankheitssymptome. Nach einer Odyssee durch Facharztpraxen stand dann für die 46-jährige Weyherin fest: Multiple Sklerose. Doch Anja Wrede hat gelernt, ihr Leben trotz MS zu meistern. Mit viel Charme und Witz geht sie die Herausforderungen des Alltags an, die ihre Beeinträchtigung mit sich bringt. "Es gibt Tage, da kann ich morgens Bäume aus-reißen. Und dann wieder Tage, wo ich schon nach dem Duschen denke, ich hätte genug getan", berichtet sie.

Innerhalb der Gruppe braucht sie nicht viel zu erklären. Die anderen sehen, wie es ihr geht und können sich in ihre Situation einfühlen. Kunststück - leiden sie doch selbst an MS. "Der Freundeskreis verändert sich", sagt Anja Wrede, die sich mit ihrer Krankheit arrangiert hat, sie annimmt. Das Beste, was sie tun konnte. Denn: "Ein endloser Kampf kostet Kraft", ist die Gruppen-leiterin überzeugt. Die Krankheit verlaufe in Schüben. "Treten gewohnte Symptome auf, bin ich nicht so nervös wie bei unge-wohnten", erzählt sie und vergleicht ihre MS mit "einer feindlichen Übernahme der Kommandozentrale". Jeden dritten Montag im Monat trifft sich die MS-Gruppe Syke und Umgebung um 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Kirchstraße 3, in Syke. Im Kirchweyher Hof, Alte Hauptstraße 20 in Weyhe, findet jeden vierten Montag im Monat um 19.30 Uhr ein Gruppentreffen statt. Die MS-Gruppe Syke ist eine Selbsthilfegruppe der DMSG,
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft im Landesverband Niedersachsen.
Seit sechs Jahren lebt Jutta Hohnhorst aus Brinkum nun schon mit Multipler Sklerose. "Mein Vater ist früh an den Begleiterscheinungen der MS gestorben", sagt die 45-Jährige. Nein, MS sei nicht vererbbar, jedoch würde sich die Disposition erhöhen. Doppelbilder und Dauerschwindel - die Diagnose 2004 hat Jutta Hohnhorst nicht wirklich überrascht. "An manchen Tagen bekomme ich die Tasse nicht aus dem Schrank oder muss das Laufen neu erfinden", schildert sie ihre Probleme mit dem Greifen und Gehen.
Schnell hat sie sich der Selbsthilfegruppe angeschlossen. Die gibt ihr unsagbar viel Kraft. "Reinkommen und wohlfühlen", beschreibt die Brinkumerin das Ambiente innerhalb der Gruppe. Wie Anja Wrede ist auch Jutta Hohnhorst inzwischen Rentnerin. "Ich habe gelernt, meine Kräfte besser einzusetzen, auch mal ,Nein' zu sagen", sagt sie. Bianka Schaak dagegen steht noch im Berufsleben. Sie musste die bittere Erfahrung machen, wegen ihrer Krankheit den Job zu verlieren. Und das mit gerademal Anfang Vierzig. Einen Arbeitgeber, der ihr eine Chance gibt - der größte Wunsch der Weyherin. Klar, könne sie nicht garantieren, dass sie krankheitsbedingt mal ein paar Wochen ausfalle, doch welcher Arbeitgeber könne das schon. Wer wisse schon, ob er morgen einen Unfall habe. "Die meisten haben typisch reagiert, als sie von meiner Krankheit erfahren haben. Sie waren betroffen", erinnert sich die 44-Jährige und fügt hinzu: "Niemand kann verlangen, dass ein Außenstehender damit unverkrampft umgeht."
Wie Jutta Hohnhorst drei Jahre lang nach einem bezahlbaren barrierefreien Wohnraum gesucht hat, musste auch Dieter Hollwedel eine halbe Ewigkeit auf seine Wohnung warten. Dafür ist der Ristedter sogar umgezogen - von Syke in die Gemeinde Stuhr. "Ich wäre gern in Syke geblieben", sagt der 59-Jährige. Dass es überall an behindertengerechten Wohnungen fehle, sei jedoch kein "Syker Problem", relativiert das beratende Mitglied im Syker Bauausschuss und Angehöriger des Behindertenbeirats. Ein neues Zuhause hat Dieter Hollwedel im barrierefreien Gebäudekomplex an der Weyher Straße in Stuhr gefunden - ein Gemeinschaftsprojekt von Anja Wrede (MS-Gruppe), Volker Twachtmann (Immobiliengesellschaft) und Architekt Ralf Fredecker. Stolz sind die Mitglieder der Multiple-Sklerose-Gruppe Syke und Umgebung auch auf ihr Logo: Einen Storch, der versucht, einen Frosch zu verspeisen. "Niemals aufgeben" steht darüber. Es ist gerade diese einzigartige Mischung aus Humor und unbändigem Lebenswillen, der die Selbsthilfegruppe auszeichnet und auch schnell auf Außenstehende überspringt.

Ansprechpartner für die Multiple Sklerose Gruppe Syke und Umgebung sind Anja Wrede (04203/4959) und Dieter Hollwedel (0421/5795214). Informationen gibt es auch unter www.ms-syke.info und info@ms-kontakt.de.

Quelle: Tageszeitungen AG Ausgabe: Syker Kurier 19.10.2010
Medikamente können den Geruchssinn beeinträchtigen

01.10.10 Neumünster (dpa/tmn) - Medikamente können den Geruchssinn beeinträchtigen. Dazu gehören Antibiotika, Schmerzmittel und Bluthochdrucksenker, teilt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster mit.

Gehe der Geruchssinn ganz verloren, könne er jedoch bis zu zwei Jahre nach seinem Verschwinden wiederkehren. Denn die Riechzellen teilen sich, wachsen und erneuern sich als einziges Sinnesorgan wieder. Betroffene sollten bei abnehmenden Geruchssinn sofort einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen, so der Verband.

Der Arzt könne endoskopisch erkennen, ob die Duftmoleküle auf dem Weg zu den Riechnerven behindert werden - beispielsweise durch Polypen, die dann operativ entfernt werden müssten. Riechstörungen könnten auch im Rahmen bestimmter Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder Diabetes auftreten. Wird eine Ursache im Nasenbereich ausgeschlossen und sind Medikamente die Ursache, werde nach alternativen Arzneimitteln gesucht, so die Experten.

Quelle: Weser Kurier online

Neue Erkenntnisse zur Multiplen Sklerose -
Fehlgeleitete Immunzellen attackieren Nervenzellen

23.09.2010 Aufschlussreiche Resultate zur Erforschung der MS haben jetzt Wissenschaftler in Berlin und Mainz gewonnen-mit Hilfe bildgebender Verfahren, mit denen es möglich ist, Prozesse im lebenden Organismus zu untersuchen. Dr. Volker Siffrin und Prof. Frauke Zipp zeigen, dass fehlgeleitete Zellen des Immunsystems auch Nervenzellen direkt angreifen und schädigen und nicht nur die Isolierschicht um ihre Ausläufer (Axone).

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Aktuelle Beurteilung des Stellenwertes der Basistherapie bei schubförmiger Multipler Sklerose

21.09.2010 Stellungnahme des Ärztlichen Beirats der DMSG, Bundesverband e.V., zum aktuellen Stellenwert der Basistherapie bei Multipler Sklerose

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Böse T-Zellen transportieren guten Neuro-Schutz

17.08.2010 Münchner Forscher machen sich die Autoimmunität zunutze. Damit haben sie möglicherweise einen neuen Weg entdeckt, die Multiple Sklerose zu behandeln.

Das Böse zum Guten bekehren – was nach Wunschtraum und Märchen klingt, ist einer MS-Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ralf Gold, Vorstandsmitglied des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) und seinem Arbeitsgruppenleiter Dr. Ralf Linker jetzt gelungen.

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