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Medikamente können den Geruchssinn beeinträchtigen

01.10.10 Neumünster (dpa/tmn) - Medikamente können den Geruchssinn beeinträchtigen. Dazu gehören Antibiotika, Schmerzmittel und Bluthochdrucksenker, teilt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster mit.

Gehe der Geruchssinn ganz verloren, könne er jedoch bis zu zwei Jahre nach seinem Verschwinden wiederkehren. Denn die Riechzellen teilen sich, wachsen und erneuern sich als einziges Sinnesorgan wieder. Betroffene sollten bei abnehmenden Geruchssinn sofort einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen, so der Verband.

Der Arzt könne endoskopisch erkennen, ob die Duftmoleküle auf dem Weg zu den Riechnerven behindert werden - beispielsweise durch Polypen, die dann operativ entfernt werden müssten. Riechstörungen könnten auch im Rahmen bestimmter Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder Diabetes auftreten. Wird eine Ursache im Nasenbereich ausgeschlossen und sind Medikamente die Ursache, werde nach alternativen Arzneimitteln gesucht, so die Experten.

Quelle: Weser Kurier online

Neue Erkenntnisse zur Multiplen Sklerose -
Fehlgeleitete Immunzellen attackieren Nervenzellen

23.09.2010 Aufschlussreiche Resultate zur Erforschung der MS haben jetzt Wissenschaftler in Berlin und Mainz gewonnen-mit Hilfe bildgebender Verfahren, mit denen es möglich ist, Prozesse im lebenden Organismus zu untersuchen. Dr. Volker Siffrin und Prof. Frauke Zipp zeigen, dass fehlgeleitete Zellen des Immunsystems auch Nervenzellen direkt angreifen und schädigen und nicht nur die Isolierschicht um ihre Ausläufer (Axone). weiter

Aktuelle Beurteilung des Stellenwertes der Basistherapie bei schubförmiger Multipler Sklerose

21.09.2010 Stellungnahme des Ärztlichen Beirats der DMSG, Bundesverband e.V., zum aktuellen Stellenwert der Basistherapie bei Multipler Sklerose weiter

Böse T-Zellen transportieren guten Neuro-Schutz

17.08.2010 Münchner Forscher machen sich die Autoimmunität zunutze. Damit haben sie möglicherweise einen neuen Weg entdeckt, die Multiple Sklerose zu behandeln.

Das Böse zum Guten bekehren – was nach Wunschtraum und Märchen klingt, ist einer MS-Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ralf Gold, Vorstandsmitglied des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) und seinem Arbeitsgruppenleiter Dr. Ralf Linker jetzt gelungen.

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Prof. Toyka und PD Dr. Chan über neue Substanzen

25.06.10 - Die beiden ärztlichen Beirate des DMSG-Bundesverbandes erläutern gegenüber Netdoktor Wirksamkeit und Nutzen von MS-Medikamenten in der Pipeline. mehr

Video mit PD Dr. Andrew Chan zum Thema Adhärenz und Multiple Sklerose

Video mit Prof. Dr. Klaus V. Toyka über die Aufgaben des Ärztlichen Beirates der DMSG

CCSVI bei Multipler Sklerose weiter umstritten

24.06.2010 Die These einer chronischen cerebrospinalen venösen Insuffizienz (CCSVI) wird weltweit überprüft. Die MSIF hat ein Statement veröffentlicht, der Ärztliche Beirat des DMSG-Bundesverbandes äußerte sich beim ENS-Jahrestreffen in Berlin.

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Kompetenznetz Multiple Sklerose will neue Maßstäbe in der Forschung setzen

26.03.2010 Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl, Schmerzen die Symptome der Multiplen Sklerose (MS) sind vielschichtig und begleiten Betroffene lebenslang. "Wir brauchen daher ein Höchstmaß an diagnostischer Präzision, Prognosesicherheit und Versorgungsqualität, um Patienten bestmögliche Aussagen an die Hand zu geben", erklärt Prof. Dr. Heinz Wiendl, Vorstandssprecher des neu gegründeten Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS). Um Strukturen sowie zukünftige Projekte zu planen und zu diskutieren, treffen sich alle am Netzwerk Beteiligten heute erstmals am Klinikum rechts der Isar in München.

Das krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) ist eines von bundesweit 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Sie alle verfolgen das Ziel, Forscher zu spezifischen Krankheitsbildern bundesweit und interdisziplinär zusammenzubringen, um den Austausch zwischen Forschung und Patientenversorgung zu verbessern. Aktuell gehören dem KKNMS drei Forschungsverbünde an: CONTROLMS, UNDERSTANDMS und CHILDRENMS. Die Geschäftsstelle ist am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München angesiedelt.

Zum Kompetenznetz MS

WISSENSCHAFTSFORUM PETERSBERG

Kurzschluss im Körper - Multiple Sklerose

Auf Phönix moderierte Nina Ruge an diesem Sonntag sehr interessant die Sendung Wissenschaftsforum Petersberg mit den Gästen: Dorothea Pitschnau-Michel (Bundesgeschäftsführerin Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft), Prof. Heinz Wiendl (Neurologische Klinik der Universität Würzburg), Elmar Schnee (Mitglied Geschäftsleitung Pharmaunternehmen Merck KGaA und Vorstandsmitglied Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) und Britta Schwanbom (Patientin und freie Autorin) . zum Video

Demyelinisierende Erkrankungen des ZNS nach

Impfung mit Gardasil® (UAW-News International)

13.07.2009 Gardasil® ist ein quadrivalenter Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV). Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat 2007 die generelle Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16, 18) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen, um durch die Impfung die Möglichkeit einer späteren Erkrankung mit Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) zu reduzieren. Sutton et al. (Mult Scler 2009; 15: 116-9) berichten über fünf Fälle entzündlicher Erkrankungen des ZNS, die innerhalb von 28 Tagen nach Impfung mit Gardasil® aufgetreten sind und aufgrund der atypischen beziehungsweise multifokalen Manifestationen auffällig waren. weiter

Fingolimod auf der AAN 2009

06.05.09 - Weiter eine zweischneidige Sache: Der experimentelle orale Wirkstoff bringt nicht nur Nutzen, sondern auch heftige Nebenwirkungen mit sich.
Der Pharmakonzern Novartis wird voraussichtlich noch in diesem Jahr die Zulassung für sein Multiple-Sklerose-Präparat "FTY720" beantragen. Ursprünglich hatte er geplant, noch 2009 damit auf den Markt zu gehen. Diese Pläne scheinen inzwischen Makulatur zu sein. Die jüngsten medizinischen Ergebnisse wurden auf dem Kongress der American Academy of Neurology (AAN) in Seattle vorgestellt.

Es habe sich gezeigt, so der Hersteller, dass das Mittel eine bessere Wirkung erziele als der derzeitige Marktführer "Avonex" (Interferon Beta 1-a) des US-Unternehmens Biogen Idec Inc.
Die Erfolgsquote bei mit "FTY720" behandelten Multiple-Sklerose-Patienten - gemessen am Ausbleiben von Rückfällen innerhalb einer Einjahresfrist der Studie - betrage 80% bis 83%, im Vergleich zu 69% bei "Avonex".
Eine Studie der Phase II habe ebenfalls nach vier Jahren Therapie anhaltend tiefe Rückfallquoten erwiesen. Auch das Risikoprofil des Medikaments habe sich nach vier Jahren kaum verändert.

Schwere Nebenwirkungen

Die Kehrseite der Medaille sind sehr schwere, teils tödliche Nebenwirkungen. Sieben Fälle von Hautkrebs zählten die Forscher in der FTY720-Gruppe gegenüber nur einem Fall unter Avonex. Analysten hatten sich in der Vergangenheit mit Blick auf die Sicherheit von "FTY720" daher besorgt gezeigt.
Laut Wikipedia ist Fingolimod (ältere Bezeichnung FTY720) ein experimenteller Arzneistoff: eine synthetische Nachbildung des natürlichen Wirkstoffs Myriocin. Myriocin stammt aus dem in der traditionellen chinesischen Medizin genutzten Pilz Isaria sinclairii.

Quelle: Focus online, 29.04.09; cash.ch, 29.04.09
Redaktion: AMSEL e.V.