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info archiv 2
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- „Gutartige“ MS mit geringer ausgeprägtem
- Verlust an Hirnsubstanz
10.08.2006 Gibt es wirklich einen „gutartigen“ Verlauf der MS und kann man diesen von anderen unterscheiden? Italienische Wissenschaftler gingen dieser Frage nach
- Der Trend zu einem möglichst frühen Beginn einer krankheitsmodifizierenden Behandlung bei Multipler Sklerose wirft die Frage auf, ob es wirklich auch einen gutartigen Verlauf dieser Erkrankung gibt und ob man diesen von den anderen Verläufen auch objektiv abgrenzen kann. Eine Gruppe von Wissenschaftlern um Dr. De Stefano von der Universität in Siena (Italien) ging dieser Frage nach.
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Verrätern im Gehirn auf der Spur
29.03.2006 - Israelische Forscher glauben herausgefunden zu haben, warum die Schutztruppen des Immunsystems im Gehirn manchmal zu Verrätern werden und sich gegen die Nervenzellen, die sie eigentlich schützen sollten, wenden. Dieser Verrat nämlich verursacht die typischen Schäden im Gehirn und die damit einhergehenden neurologischen Störungen bei Multipler Sklerose. mehr....
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INFORMATIONEN AUS FORSCHUNG, MEDIZIN UND THERAPIE
Kann therapeutische Impfung Multiple Sklerose zukünftig stoppen? Experten warnen vor zu hohen Erwartungen
10.03.2006 - Mit einem neuen maßgeschneiderten Impfstoff gegen Multiple Sklerose hoffen amerikanische Forscher ein Mittel gefunden zu haben, das in der Lage ist, das Immunsystem mit eigenen Truppen anzugreifen und damit das Fortschreiten der Autoimmunkrankheit MS zu vermindern oder sogar zu stoppen. mehr...
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Plasmapherese („Blutwäsche“) bei der Multiplen Sklerose
- 06.03.2006 - Eine Studie der Göttinger Neuropathologen zum Zusammenhang von Blutwäsche und MS war am 03. März Thema eines ZDF-Beitrages, Die Sendung hat viele Fragen bei MS-Erkrankten ausgelöst. Was steckt dahinter? Ist das auch eine neue Therapiemöglichkeit für meinen ganz speziellen Fall? Kurzfristig haben die Göttinger Neuropathologen hierzu Stellung genommen. mehr...
Studienbeschreibung Uni Göttingen
Bericht ZDF heute Kontaktadresse
Uni Göttingen
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Arzneimittelversorgung: AVWG verabschiedet
17.02.06 Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz - AVWG) verabschiedet. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des BMG. Außerdem finden Sie hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Begriffe und Änderungen rund um das AVWG zum Download: hier...
- Im Wortlaut: AVWG
- Hier können Sie den Gesetzentwurf zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung und die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Gesundheit nachlesen:
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Bremst grüner Tee Entzündungsprozesse im Zentralen Nervensystem?
09. 01. 2006 - Eine regelrechte Geheimwaffe in Sachen Gesundheitsförderung scheint grüner Tee zu sein.
- Jüngsten Untersuchungen an der Charité zufolge, könnte der grüne Tee auch eine neue Therapieoption für Patienten mit Multipler Sklerose liefern. Ein bestimmter Inhaltsstoff bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem, der für die Erkrankung typisch ist.
- Wissenschaftler um Prof. Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Berliner Charité unter-suchten die Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), die für die erhofften positiven Effekte des grünen Tees verantwortlich ist. Dieser Naturstoff aus der Gruppe der Flavanoide, der in geringer Menge auch in schwarzem Tee erhalten ist, kann offensichtlich sowohl ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems schützen, fanden die Forscher heraus, als sie die Wirksamkeit der Substanzen im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen überprüfen. „Mit EGCG haben wir erstmals einen Inhaltsstoff gefunden, der, oral verabreicht, über unabhängige immunmodulatorische und nervenzell-schützende Eigenschaften verfügt“, so Dr. Orhan Aktas, der die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zusammen mit seinem Kollegen Dr. Timour Prozorovki durchführte. „EGCG scheint die zerstörerischen Krankheitsprozesse der Multiplen Sklerose von zwei Seiten anzugreifen. Zudem hat die Substanz den Vorteil, dass sie wahrscheinlich kaum Nebenwirkungen verursacht“.
Die Wissenschaftler wiesen nach, dass EGCG in das Wachstum aktivierter Immunzellen, der T-Lymphozyten, eingreift und die Verbreitung dieser Zellen hemmt. Gleichzeitig kann EGCG die Nervenzellen vor verschiedenen schädlichen Substanzen schützen, die das Immunsystem freisetzt. „Unsere Versuche haben gezeigt, dass EGCG auch bei bereits erkrankten Tieren wirkt. Dies entspricht der Behandlungssituation bei Patienten, die sich nach dem ersten Schub bei ihrem Arzt vorstellen“, erläutert Dr. Aktas. Ob eine Behandlung mit EGCG bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose wirksam und sicher ist, soll nun in weiteren Studien untersucht werden. Sollten diese Studien positiv ausfallen, stünde mit EGCG vielleicht bald eine neue Therapie für Menschen, die an MS erkrankt sind, zur Verfügung.
- Quelle: BMBF Newsletter Nr. 21
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- Internationales Forum aktualisiert die Diagnosekriterien für Multiple Sklerose
16.12.2005 - Die Diagnose von MS kann nun noch schneller und sicherer erfolgen
Unter Verwendung neuer Ergebnisse aus Forschung und Medizin konnte ein Internationales Forum von MS-Experten die Kriterien, die zur Diagnose einer Multiplen Sklerose führen, aktualisieren. Dieses wird die Diagnose beschleunigen ohne die Präzision derselben zu beeinträchtigen. mehr
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Aminosäure bremst Autoimmunreaktion
17.11.2005 Einen möglichen neuen Ansatz zur Behandlung von Multipler Sklerose haben amerikanische Forscher entdeckt: Abbauprodukte der Aminosäure Tryptophan
Aminosäuren sind einfachste Bausteine der Eiweiße. Sie können möglicherweise die Symptome von Autoimmunerkrankungen wie MS lindern.
In Tierexperimenten stellte sich heraus, dass sowohl natürliche als auch synthetische Abkömmlinge der Aminosäure Tryptophan die Bildung bestimmter Immunzellen, die bei MS eine wichtige Rolle spielen, unterdrücken können. Es gelang den US-Wissenschaftlern, bei Mäusen mit einer bestimmten Form von MS die Vermehrung und Aktivierung der Immunzellen zu hemmen, in dem sie vier natürliche Abbauprodukte und einen synthetischen Abkömmling einsetzten. Alle fünf Substanzen linderten gleichermaßen die Krankheitssymptome. Die Forscher hoffen, möglicherweise in Zukunft diese Substanzen in der medikamentösen Therapie von Menschen mit MS oder anderen Autoimmunerkrankungen wirkungsvoll verwenden zu können.
Quelle: wissenschaft.de vom 14.11.2005
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MENOPAUSE UND MS
Der Beginn der Menopause ist etwas, dem alle Frauen irgendwann einmal ins Auge sehen müssen. Frauen mit Multipler Sklerose haben dazu besondere Fragen. Frau Prof. Dr. med. Judith Haas, Chefärztin am Jüdischen Krankenhaus in Berlin und Spezialistin für Frauenfragen bei MS, nimmt zu dieser wichtigen Problematik Stellung.
Das ausführliche Interview finden Sie hier:
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MS UND WUNSCH NACH VATERSCHAFT
- Die Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems junger Erwachsener. 25% der Betroffenen sind Männer. Was aber, wenn sie eine Familie gründen wollen?
- Hilfreiche Informationen erhalten Sie hier
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- Wahlrecht bei der Behandlungspflege
- 01.09.05 - Versicherte können Leistungen so zuordnen, wie es für sie am günstigsten ist
- Für Pflegebedürftige hat sich bisweilen das Problem gestellt, dass mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts die Kosten-übernahme für bestimmte Maßnahmen der Behandlungspflege von den Krankenkassen abgelehnt worden ist und auf die Zuständigkeit der Pflegeversicherung verwiesen wurde. Die von den Pflegekassen gewährten Leistungen im Bereich der ambulanten Pflege sind aber seit etwa 10 Jahren gleich geblieben und decken vielfach schon nicht den ambulanten grundpflegerischen Bedarf vollständig. Der Verweis auf die Pflege-kasse bedeutet daher in vielen Fällen, dass die entsprechenden Kosten selbst getragen werden müssen. Im Zuge der letzten Gesundheitsre-form ist eine Regelung ins Krankenversicherungsrecht aufgenommen worden, nach der die Kosten für das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen ab Kompressionsklasse 2 auf jeden Fall von den Krankenkassen zu übernehmen sind. Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat nun anlässlich einer Entscheidung über die Kostenübernahme der Gabe von Medikamenten die Neuregelung im Krankenversicherungsrecht im Wege der so genannten "verfassungskonformen Auslegung" erheblich erweitert (Az.: B 3 KR 8/04 R). Pflegebedürftige haben demnach ein Wahlrecht, ob eine Zuordnung der Maßnahmen der Behandlungspflege zu der Grundpflege nach Pflegeversicherungsrecht erfolgen soll oder nicht. Grundsätzlich kommen hierfür alle Maßnahmen der Behandlungspflege in Betracht, die beiden Bereichen zugeordnet werden können. Entscheidet sich die oder der Pflegebedürftige für die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst, müssen die Kosten der Behandlungspflege von der zuständigen Krankenkasse übernommen werden. Wird dagegen das Pflegegeld in Anspruch genommen, so muss der Zeitaufwand für die Behandlungspflege bei der Berechnung des Bedarfs an Grundpflege berücksichtigt werden und kann so gegebenenfalls zur Einstufung in eine höhere Pflegestufe führen. Im Rahmen der Kombinationsleistung ist es entscheidend, ob die Behandlungspflege vom Pflegedienst erbracht wird.
- DMSG Bundesverband e.V.
- 1. September 2005
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Multiple Sklerose mit Ultraschall noch besser erforschen
13.06.05 - Bei der Multiplen Sklerose dringen Entzündungszellen ins Gehirn ein. Das ist der entscheidende Schritt dafür, dass im Verlauf dieser Krankheit Hirngewebe zerstört wird. Wissenschaftler der Uni Würzburg verfügen über ein neues Ultraschallverfahren, mit dem sie nicht nur diese unerwünschte Einwanderung von Zellen, sondern generell die Entstehung der Krankheit noch besser erforschen können.
Mit ihrer bildgebenden Methode haben die Forscher von der Neurologischen Klinik bereits diejenigen Moleküle sichtbar gemacht, die für das Eindringen der Entzündungszellen ins Gehirn verantwortlich sind. Dies gelang ihnen am Tiermodell der "experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis", einer Erkrankung, die als Modell für die Erforschung der Multiplen Sklerose dient.
- Möglich wurde dieser Fortschritt durch die Zusammenarbeit mit der Ultraschallentwicklungsabteilung der Schering AG (Berlin). Dabei entstand ein neuartiges Ultraschall-Kontrastmittel, in dem Antikörper an winzige, luftgefüllte Bläschen gekoppelt sind. "Die Antikörper erkennen krankheitsrelevante Moleküle, setzen sich an ihnen fest und markieren sie mit den Bläschen. Diese können wir dann durch Ultraschall sichtbar machen", erklärt der Neurologe Mathias Mäurer.
Das Foto zeigt das Ultraschallschnittbild eines entzündlich veränderten Rattengehirns auf Höhe des Mittelhirns. Es ist zu erkennen, wie sich in den Entzündungsherden Mikrobläschen anreichern, die spezifisch am so genannten Interzellulären Adhäsionsmolekül 1 (ICAM-1) andocken. Die gelben Signale entsprechen der Ultraschallsignatur einzelner Mikrobläschen. Sie können mit Hilfe eines computergestützten, dreidimensionalen Bildverarbeitungssystems analysiert und quantifiziert werden. Bild: Reinhardt und Mäurer
- Die Ergebnisse dieser experimentellen Studie wurden jetzt im US-Fachjournal "Neuroimage" veröffentlicht. Die neue Technologie sei im Hinblick auf die molekulare Ultraschall-Bildgebung bei entzündlichen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems als Meilenstein zu bewerten, sagt der Würzburger Forscher. Die von ihm geleitete Arbeitsgruppe will das Verfahren jetzt zur Abbildung von krankheitsrelevanten Molekülen weiter nutzbar machen. Langfristig soll hierdurch das Wissen über die Entstehung der Multiplen Sklerose vermehrt werden.
- Bildgebende Verfahren zielten früher vor allem darauf ab, die Anatomie von Gewebestrukturen möglichst genau wiederzugeben. Heute stehen andere Ziele im Vordergrund: Beim so genannten "Molecular Imaging" geht es darum, einzelne Moleküle - zum Beispiel Proteine - oder Stoffwechselvorgänge im Gewebe sichtbar zu machen.
- Die Anforderungen an solche Verfahren sind hoch. Die Methoden müssen sehr empfindlich und zielgenau sein sowie eine möglichst große räumliche Auflösung liefern. Vor allem aber müssen sie den Forschern die Möglichkeit geben, die Bildsignale zu quantifizieren, also beispielsweise eine bestimmte Sorte von Molekülen nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch ihre Menge exakt zu bestimmen. Den Würzburger Neurologen zufolge erfüllt das neue Ultraschallverfahren all diese Anforderungen.
- Quelle:
- Pressemeldung der Universität Würzburg
vom 27. Mai 2005
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- Originalarbeit:
- Reinhardt M., Hauff P., Linker R.A., Briel A., Gold R., Rieckmann P., Becker G., Toyka K.V. Mäurer M., Schirner M.: "Ultrasound derived imaging and quantification of cell adhesion molecules in experimental autoimmune encephalomyelitis (EAE) by Sensitive Particle Acoustic Quantification (SPAQ)", Neuroimage 2005, online publiziert am 17. Mai 2005.
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- Verfasser:
- DMSG Bundesverbnad e.V.
- 13. Juni 2005
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Bremst grüner Tee Entzündungsprozesse im Zentralen Nervensystem?
09. 01. 2006 - Eine regelrechte Geheimwaffe in Sachen Gesundheitsförderung scheint grüner Tee zu sein.
- Jüngsten Untersuchungen an der Charité zufolge, könnte der grüne Tee auch eine neue Therapieoption für Patienten mit Multipler Sklerose liefern. Ein bestimmter Inhaltsstoff bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem, der für die Erkrankung typisch ist.
- Wissenschaftler um Prof. Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Berliner Charité unter-suchten die Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), die für die erhofften positiven Effekte des grünen Tees verantwortlich ist. Dieser Naturstoff aus der Gruppe der Flavanoide, der in geringer Menge auch in schwarzem Tee erhalten ist, kann offensichtlich sowohl ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems schützen, fanden die Forscher heraus, als sie die Wirksamkeit der Substanzen im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen überprüfen. „Mit EGCG haben wir erstmals einen Inhaltsstoff gefunden, der, oral verabreicht, über unabhängige immunmodulatorische und nervenzell-schützende Eigenschaften verfügt“, so Dr. Orhan Aktas, der die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zusammen mit seinem Kollegen Dr. Timour Prozorovki durchführte. „EGCG scheint die zerstörerischen Krankheitsprozesse der Multiplen Sklerose von zwei Seiten anzugreifen. Zudem hat die Substanz den Vorteil, dass sie wahrscheinlich kaum Nebenwirkungen verursacht“.
Die Wissenschaftler wiesen nach, dass EGCG in das Wachstum aktivierter Immunzellen, der T-Lymphozyten, eingreift und die Verbreitung dieser Zellen hemmt. Gleichzeitig kann EGCG die Nervenzellen vor verschiedenen schädlichen Substanzen schützen, die das Immunsystem freisetzt. „Unsere Versuche haben gezeigt, dass EGCG auch bei bereits erkrankten Tieren wirkt. Dies entspricht der Behandlungssituation bei Patienten, die sich nach dem ersten Schub bei ihrem Arzt vorstellen“, erläutert Dr. Aktas. Ob eine Behandlung mit EGCG bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose wirksam und sicher ist, soll nun in weiteren Studien untersucht werden. Sollten diese Studien positiv ausfallen, stünde mit EGCG vielleicht bald eine neue Therapie für Menschen, die an MS erkrankt sind, zur Verfügung.
- Quelle: BMBF Newsletter Nr. 21
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Bremst grüner Tee Entzündungsprozesse im Zentralen Nervensystem?
09. 01. 2006 - Eine regelrechte Geheimwaffe in Sachen Gesundheitsförderung scheint grüner Tee zu sein.
- Jüngsten Untersuchungen an der Charité zufolge, könnte der grüne Tee auch eine neue Therapieoption für Patienten mit Multipler Sklerose liefern. Ein bestimmter Inhaltsstoff bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem, der für die Erkrankung typisch ist.
- Wissenschaftler um Prof. Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Berliner Charité unter-suchten die Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), die für die erhofften positiven Effekte des grünen Tees verantwortlich ist. Dieser Naturstoff aus der Gruppe der Flavanoide, der in geringer Menge auch in schwarzem Tee erhalten ist, kann offensichtlich sowohl ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems schützen, fanden die Forscher heraus, als sie die Wirksamkeit der Substanzen im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen überprüfen. „Mit EGCG haben wir erstmals einen Inhaltsstoff gefunden, der, oral verabreicht, über unabhängige immunmodulatorische und nervenzell-schützende Eigenschaften verfügt“, so Dr. Orhan Aktas, der die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zusammen mit seinem Kollegen Dr. Timour Prozorovki durchführte. „EGCG scheint die zerstörerischen Krankheitsprozesse der Multiplen Sklerose von zwei Seiten anzugreifen. Zudem hat die Substanz den Vorteil, dass sie wahrscheinlich kaum Nebenwirkungen verursacht“.
Die Wissenschaftler wiesen nach, dass EGCG in das Wachstum aktivierter Immunzellen, der T-Lymphozyten, eingreift und die Verbreitung dieser Zellen hemmt. Gleichzeitig kann EGCG die Nervenzellen vor verschiedenen schädlichen Substanzen schützen, die das Immunsystem freisetzt. „Unsere Versuche haben gezeigt, dass EGCG auch bei bereits erkrankten Tieren wirkt. Dies entspricht der Behandlungssituation bei Patienten, die sich nach dem ersten Schub bei ihrem Arzt vorstellen“, erläutert Dr. Aktas. Ob eine Behandlung mit EGCG bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose wirksam und sicher ist, soll nun in weiteren Studien untersucht werden. Sollten diese Studien positiv ausfallen, stünde mit EGCG vielleicht bald eine neue Therapie für Menschen, die an MS erkrankt sind, zur Verfügung.
- Quelle: BMBF Newsletter Nr. 21
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